Amblyopie / Schielen

 

Bei familiärer Vorbelastung (Eltern oder Geschwister schielen und / oder mit starken Fehlsichtigkeiten) stellen Sie Ihr Kind  ab dem 4. Lebensmonat vor. Vorbeugend sollte jedes Kind ab dem 1. Lebensjahr augenärztlich und orthoptisch untersucht werden.

 

Alarmzeichen:

  • Schielen

  • Augenzittern

  • Schiefhaltung des Kopfes

  • Vorbeigreifen

  • Störungen in der Fein-und Grobmotorik

  • Blinzeln

  • Zukneifen eines Auges

  • Leseunlust, Lesestörungen

  • Konzentrationsprobleme

  • Doppelbilder

  • Kopfschmerzen

  • Augenbrennen

  • Verschwommensehen

 

Schielen ist kein Schönheitsfehler. Schielen und Fehlsichtigkeiten stellen eine Sehbehinderung dar.

 

Ursachen:

  • familiäre Veranlagung

  • Risikofaktoren in der Schwangerschaft

  • Fehlsichtigkeiten

  • organische Veränderungen

  • kein erkennbarer Grund

 

Folgen des Schielens:

  • Entwicklung einer Schwachsichtigkeit (=Amblyopie)

  • Störung oder Verlust des beidäugigen Sehens (=Stereopsis), funktionelle Einäugigkeit

  • Einschränkung bei der Berufswahl

  • Einschränkung beim Führerschein

  • Beinträchtigung des Aussehens und Auffälligkeiten im Verhalten

 

Therapie Amblyopie / Schielen 

 

  • Ermittlung der Ametropie (=Fehlsichtigkeit) mittels Skiaskopie

  • Brillenverordnung

  • Pflasterokklusion (Abkleben des besser sehenden Auges, damit  Aktivierung des sehschwachen Auges)

  • Abklebezeit ist individuell, teilweise kann die Therapie über Jahre andauern

  • operative Korrektur an den Augenmuskeln, bei etwa der Hälfte der betroffenen Kinder